Entstehung

Der Umbau der alten Werkstatt in ein Café begann im September 2011 unter der fachlichen Leitung des Hiddenhauser Zimmermeisters Hans Hubert Heinrichs. Fünf junge Männer, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bekamen, unterstützen den Bau mit Begeisterung.

In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter in Herford wurde diese Maßnahme entwickelt, um jungen Arbeitslosen die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen eines überschaubaren handwerklichen Projekts, wieder in den Arbeitsalltag zurückzufinden. Ein Jahr lang lernten sie jeden Arbeitsschritt kennen, der bei der Renovierung eines alten Fachwerkhauses von Nöten ist:

Herausschlagen der alten Fächer, Anheben des Gebäudes, Ausmauerung und Verputz der  neuen Fächer, Dachdecken und schließlich das Verputzen von Innen - die fünf jungen Männer lernten jede Technik kennen, mussten bei Wind und Wetter aufs Dach und bildeten ein starkes Team.

„Das Bauen eines Hauses kann einen Menschen aufrichten, ihm neue Perspektiven geben. Der Erfolgsmoment, wenn das Haus steht, prägt den Hausbauer fürs Leben“, so Hans Hubert Heinrichs, in dessen Augen dieses Projekt ein voller Erfolg darstellt. Auch für die jungen Arbeiter war die Zeit auf dem Bau erfolgreich: alle Fünf konnten danach einen geeigneten Job oder Ausbildungsplatz finden.

Neben der handwerklichen Anleitung und Ausbildung war die tatkräftige Unterstützung durch Sozialpfarrer Holger Kasfeld und Bauleiterin Anna von Consbruch eine große Hilfeleistung. Für jedes Problem waren sie zur Stelle und stehen „ihren Jungs“ auch nach beendeter Bauzeit als Ratgeber zur Seite.

„Der größte Gewinn sind aber wohl die Freundschaften, die ich mit den anderen Jungs geschlossen

habe.“ (Marc)

„Für mich war das Projekt eine wichtige Stütze und ich werde die Arbeit hier auf jeden Fall vermissen.“ (André)

 

„Auf jeden Fall werde ich öfters mal hier vorbeikommen, Käffchen trinken, Kuchen essen, vielleicht

auch mal ´nen Pils. Denn es ist ja schon etwas Besonderes, wenn man sieht was man hier so aufgebaut hat.“ (Christian)

„Was mir am meisten Spaß gemacht hat? Gelobt zu werden.“ (Steven)

„Was ich auf jeden Fall hier gelernt habe: dass ich mehr an mich glaube.“ (René)